Hundetreff Pfotenglück
Lernen, wo lernen Spaß macht!
Hundetreff-Pfotenglück
Aktuelles
Über uns
unsere Ausbildung
Spaziergänge
Training
Bildergeschichten
Hundebilder
Wissenswertes, Rezepte...
Gästebuch
Impressum
Wissenswertes, Rezepte...

Auf die richtige Motivation kommt es an!



Ohne Frage – Motivation ist ein sehr wichtiges Thema bei der Hundeerziehung, sie bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Training. Häufig wird bei diesem Thema an Belohnungen gedacht, daran, was man seinem Hund anbieten kann, damit er bereit ist, mit einem zusammenzuarbeiten. Hier stehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:


1. Die Futterbelohnung. Bei ihr ist es wichtig, Leckerchen zu wählen, die der Hund auch wirklich mag! Klingt logisch, wird aber häufig nicht praktiziert. Oft bekommt unser Vierbeiner für gute Leistung die gleichen Trockenfutterkörner angeboten, die er morgens schon gelangweilt im Napf vorgefunden hat. Viel besser hingegen wären Wurst (möglichst wenig gewürzt), gekochte Fleisch-stücke oder Käse (Butterkäse, junger Gouda). Wer nun glaubt, das seien aber schon sehr besondere Schmankerl und der Hund könne sich ja nun wirklich auch mit einer weniger guten Futterbelohnung zufrieden geben, der denke über folgendes Beispiel nach: Wir fragen Sie, ob Sie uns helfen würden, unseren Keller aufzuräumen. Falls ja, werden Sie nach der Entrümpelungs-arbeit als Dankeschön ein trockenes Knäckebrot bekommen. Sind Sie motiviert? So richtig motiviert, so dass Sie mit Begeisterung an diese Aufgabe herangehen? Etwa nicht? Okay, dann versuchen wir es anders. Wenn Sie uns helfen, den Keller aufzuräumen, kochen wir hinterher Spaghetti mit Trüffel-Weißwein-Soße und frischem Parmesan. Jetzt doch motiviert? Na sehen Sie, genauso geht es Ihrem Hund! J


Natürlich darf es in der Futterbelohnung Varianten von „gutem Futter“ und „sehr gutem Futter“ geben. Für ein Kommando, das der Hund bereits gut kann und das ihm keinerlei Mühe bereitet, muss die Futterbelohnung nicht so herausragend sein wie für ein Kommando, das dem Hund offensichtlich deutlich schwerer fällt. Probieren Sie es doch einmal aus: Geben Sie Ihrem Hund eine Woche lang für das Kommando, das ihm am schwersten fällt (und nur für dieses!) etwas ganz Besonderes, z.B. Leberwurst aus der Tube. Sie werden sehen, seine Motivation, dieses Kommando gut auszuführen, wird deutlich steigen.


Die Futterbelohnung ist außerdem die, die dem natürlichen Verhaltens-repertoire eines Caniden am ehesten entspricht, denn auch in der freien Natur ist die Motivation, Handlungen zu zeigen, um an Nahrung zu kommen, hoch.


Einige Hundehalter – und auch Trainer – glauben übrigens, der Hund solle nicht für Leckerchen, sondern für sie arbeiten. Unsere simple Antwort: Warum sollte er? Nur weil der Mensch in seiner ganzen Selbstherrlichkeit glaubt, seine Anwesenheit allein genüge schon, den Hund ausreichend zu motivieren? Diese Einstellung hat sehr viel mit Humanpsychologie und gar nichts mit Tierpsychologie zu tun, denn sie entspringt dem Wunsch des Menschen, wenigstens von einem Lebewesen nur um seiner selbst willen geliebt zu werden, ohne etwas Besonderes dafür tun zu müssen. Wir können zwar gut verstehen, dass man sich wünscht, der Hund möge die Kommandos


„wie selbstverständlich“ und aus Freude am gemeinsamen Arbeiten ausführen, aber aus biologischer Sicht muss das Lernen für den Hund eine Verhaltensanpassung sein, die ihm in irgendeiner Form Vorteile bringt, er hat keinen Grund „für uns“ zu arbeiten und sieht darin auch keinen Liebesbeweis. Ja, es gibt einige Hunde, die mehr oder weniger ohne Belohnungen unermüdlich und mit Spaß Kommandos ausführen. Für diese Hunde ist die Beschäftigung, das Arbeiten mit ihnen selbstbelohnend. Das können zum Beispiel Vertreter bestimmter Hütehundrassen sein, die züchterisch auf diese Art von Tatendrang selektiert wurden, also eine bestimmte Arbeitsfreude in ihren Genen tragen, was aber auch nicht bei allen Hütehunden der Fall ist. Die meisten Hunde aber brauchen handfestere Vorteile bzw. Belohnungen, um ihr Verhalten den Wünschen des Menschen anzupassen. Wenn man dazu nicht bereit ist, besteht die Alternative, den Gehorsam zuverlässig zu halten, nur in Zwang, anders gesagt im Androhen oder Anwenden von Strafe. Das Vermeiden der Strafe ist für den Hund auch ein Vorteil, daher ist es möglich, über das Androhen von Strafe gewünschte Reaktionen zu erhalten. Aber da ist die Wahl für uns wirklich einfach: Wir geben unseren Hunden lieber bis an ihr Lebensende Belohnungen, als immer wieder Zwang und Gewalt ausüben zu müssen, um sie zum zuverlässigen Arbeiten zu kriegen. Abgesehen davon glauben wir schon, dass unsere Hunde uns wirklich mögen… bestimmt auch wegen der leckeren Futterbelohnungen, die wir für sie bereit halten. J


Die zweite Motivationsmöglichkeit besteht darin, mit dem Hund zu spielen, wenn er eine Übung gut ausgeführt hat. Spiel kann eine sehr gute Motivation sein, wenn man einen aktiven, immer zu Abenteuern aufgelegten und spielbegeisterten Hund hat, für den Leckerchen zwar toll sind, aber eben nicht so toll wie spannende Interaktionen. Gerade das Abrufen von anderen Hunden kann durch Spielmotivation (z.B. ein Rennspiel mit dem Halter als Belohnung für das Zurückkommen) oft sehr zuverlässig beigebracht werden. Zwei Dinge sind dabei aber sehr wichtig zu beachten: Erstens muss das Spiel als Belohnung zu dem Kommando passen, das man gerade üben möchte. Wird dem Hund ein Ruhekommando wie beispielsweise „Platz“ beigebracht, und nach jedem Durchgang wird er mit einem wilden Spiel belohnt, so macht man es dem Hund unnötig schwer, da er beim Kommando „Platz“ lernen soll, ruhig und entspannt zu liegen. Die Belohnung „wildes Spiel“ bringt ihn aber jedes Mal in eine ganz andere, aufgeregte Erwartungshaltung, die er beim nächsten „Platz“ innerhalb von einer Sekunde wieder abstreifen soll. Daher eignet sich für Ruhekommandos wie „sitz“, „Platz“, „bleib“ oder „steh“ die Futterbelohnung deutlich besser.


Zweitens ist wichtig, dass die Spielmotivation eben MOTIVATION sein soll, kein Aufpushen des Hundes und erst recht keine Erzeugung von Abhängig-keit. Das Spiel mit Gegenständen, insbesondere das ständige Werfen von Bällen oder Stöckchen, hat oft zur Folge, dass der Hund sich sehr aufregt oder sogar derart auf sein Spielzeug fixiert wird, dass er zum Spieljunkie mutiert, der wie ein Süchtiger dem „Motivationsobjekt“ in Herrchens oder Frauchens Hand nachjagt. Oft entsteht beim Hund dadurch ein sehr hoher Stresslevel. Hinzu kommt, dass dieses Spielzeug als Beute so viel Wichtigkeit im Leben unseres Hundes erhält, dass er schnell bereit ist, es gegen Artgenossen zu

verteidigen, denn da, wo eine so wertvolle Beute ist, ist die Beuteaggression nicht weit. Last not least stellt sich für uns die Frage, wer wirklich einen Hund haben möchte, dessen Persönlichkeit so weit manipuliert wurde, dass ihn Sozialkontakte zu Artgenossen, das Schwimmen im Wasser oder das Toben über die Wiese nicht mehr interessieren, wenn das Objekt der Begierde in des Meisters Hand vorgeführt wird?! Wir finden es eher erschreckend und traurig, wenn uns Hundehalter mit zufriedener Miene erklären, nach langem Training könnten sie ihren Hund nun endlich an jedem Reiz vorbei führen, solange sie sein Bällchen hoch halten. Dies ist für uns keine Motivation mehr, sondern die Erzeugung von Abhängigkeit. Ebenso, wie der Drogensüchtige sich auf seine Droge nicht wirklich freut, sondern von ihr abhängig ist und ohne sie nicht leben kann. Wir wünschen uns motivierte Hunde, keine süchtigen. J


Als weitere Motivationsform gilt die positive Zuwendung in Form von Lob und Streicheln. Wir freuen uns über die gute Leistung unseres Hundes und teilen diese Freude mit ihm über freundliche Worte und zum Beispiel ein wohliges Kraulen über den Kopf. Manche Hunde sind davon sehr angetan, andere finden das o.k. und warten mit fragendem Blick auf die eigentliche Belohnung (z.B. leckeres Futter) und wieder andere finden diese Art der Zuwendung eher aufdringlich und könnten darauf gut verzichten. Dies hängt einerseits vom Charakter des Hundes ab, andererseits aber auch davon, wie Herrchen oder Frauchen loben und streicheln. Denken Sie immer daran, dass Hunde die menschliche Körpersprache oft ganz anders verstehen, als sie von uns gedacht war: Theatralisch anmutende Lobeshymnen mit weit ausladenden Armbewegungen, aufgeregtem Hüpfen und Quietschstimme werden unter Umständen eher als Warnsignal, Unsicherheit oder ungute Aufregung verstanden. Mit tiefer Bassstimme und resolut ausgesprochene Sätze wie „So ist es recht!“, während der Hund mit Klopfbewegungen auf dem Kopf „gestreichelt“ wird, nimmt er eher als Einschüchterung oder evtl. sogar als Aggression wahr. Die Engländer nennen diese Form des Lobes „Give him a headache!“, was so viel bedeutet wie „Mach ihm Kopfschmerzen!“ Eine freundliche, ruhige Stimme und ein sanftes Streicheln wären so mancher Hundeseele lieber. Wir empfehlen: Achten Sie auf die Reaktionen Ihres Hundes! Zeigt er durch Anschmiegen, dass ihm die Streicheleinheit gefällt, oder duckt er sich eher ab und versucht, sich den Berührungen zu entziehen? Wichtig bei der Motivation über positive Zuwendung ist, dass der Hund sie auch als angenehm und motivierend empfindet. Ansonsten ist es nämlich gar keine Motivation, sondern unter Umständen nur freudiger Überschwang unsererseits, weil der Hund gut mitgearbeitet hat.


Zuletzt sei noch eine Motivationsart genannt, die Gott sei Dank von immer mehr Hundehaltern abgelehnt wird und nur noch bei sehr veralteten Trainingskonzepten zur Anwendung kommt: die Meidemotivation. Sie heißt deshalb so, weil der Hund motiviert ist, zu gehorchen, um die Reaktion des Halters zu vermeiden. Gearbeitet wird über einschüchternde Stimme, Schläge, Ziehen an den Ohren, Treten auf die Pfoten und andere Schmerz-einwirkungen, über Vereinsamung, Einschüchterung und psychisches Kaputtmachen, um den Hund dann wieder nach den Wünschen des Halters oder Trainers „aufzubauen“.


Der Hund führt alle geforderten Handlungen so schnell wie möglich aus, soweit seine Angst dies zulässt, um einer solchen Strafe zu entgehen. Macht er seine Arbeit wirklich gut, werden von manchen Trainern sogar so genannte „Verleitungen“ aufgebaut, womit gemeint ist, dass der Hund absichtlich dazu gebracht wird, Fehler zu machen, damit man ihn dann wieder strafen kann. In einem Erziehungsvideo über Jagdhunde fällt zum Beispiel der Satz: „Nun müssen wir den Hund zum Ungehorsam zwingen, damit wir das Teletakt (Reizstromgerät) einsetzen können.“ Dieses vollkommen unlogische Vorgehen (Denn der Hund gehorcht ja bereits, und genau das war doch das Ziel, oder?!) lässt leider nur zwei Schlüsse zu: Absolutes fachliches Unvermögen oder eine perverse Lust, den Hund zu strafen, egal, ob er nun hört oder nicht. In dem gleichen Video ist übrigens ein Hund zu sehen, der vor lauter Angst so stark zittert, dass er sein Apportel kaum in den Fang nehmen kann, obwohl er weiß, was er tun soll. Der Ausbilder macht gut gelaunt weiter mit der „Ausbildung“ und bemerkt offensichtlich gar nicht, wie es dem armen Tier geht. So wenig Fachwissen macht wütend und so wenig Empathie macht Angst.


Wir sind froh, dass viele Hundehalter diese Methoden ablehnen und bewusst auf positive Motivation über Futterbelohnung, Spiel oder positive Zuwendung setzen. ...weiter


Um den Hund zu guter Arbeit zu motivieren, sind also mindestens drei Dinge erforderlich:


- eine erstrebenswerte Belohnung,


- dass sich der Hund der Aufgabe gewachsen fühlt und


- passende Rahmenbedingungen.


Clarissa v. Reinhardt, http://www.animal-learn.de


Marion Elstrodt, http://www.hundepartner.com

 

 

 

 

Der Kong

 

Die meisten Rezepte aus diesem Artikel stammen von www.kongcompany.com und werden mit freundlicher Erlaubnis der Firma hier übernommen:
Das Rezept für den "perfekten" Hund    

In Deutschland noch ziemlich unbekannt, aber besonders von amerikanischen Hundetrainern empfohlen, ist das Stopfen von Kongs mit Futter. Die Idee, die dahinter steckt ist, dass eines der größten Probleme unserer Haushunde die Langeweile ist. Ein Mangel an Bewegung und an psychischer und geistiger Anregung (Langeweile) ist die häufigste Ursache für Fehlverhalten. Warum also soll der Hund als eine mögliche Maßnahme nicht Zeit damit verbringen, sich einen Teil seines Futters zu erarbeiten?
Auch das Alleinbleiben kann durch einen oder mehrere gefüllte Kongs "schmackhafter" gestaltet werden.
Aber bitte Vorsicht: Wenn der Hund ein "geborener Zerstörer" ist, wähle den schwarzen Kong und lass ihn erstmal nur unter Aufsicht daran arbeiten. Nicht, dass er ihn doch zerstört und eventuell Stücke davon schluckt.

Ich habe davon durch Seminarberichte amerikanischer Hundetrainer wie Dunbar, etc. gehört und nach erstem Unverständnis einfach mal ausprobiert. Unser Hund ist süchtig danach :-))) Auch habe ich Vorlieben entdeckt, von denen ich vorher nicht wusste. Z. B. dachte ich, Erdnussbutter wäre eine typisch amerikanische Vorliebe (der Menschen). Weit gefehlt, auch unser Hund liebt sie, sie rangiert etwa auf der Stufe von Scheiblettenkäse :-)


Was ist ein Kong?
Ein besonders geformtes Hundespielzeug, mit einem hohlen Inneren, das mit Futter oder Leckereien gefüllt werden kann.
Es gibt das Original und preiswertere "Fälschungen" unter anderem Namen. Die Unterschiede, die ich bisher festgestellt habe, sind: Ab Größe L haben sie kein zweites Loch, sie sind härter, deshalb lässt sich das Futter schlechter rausquetschen und die Originale sind innen glatter und deshalb leichter zu säubern.






Dann gibt es noch den Dental-Kong, das ist ein länglicher Gummikern mit durchgezogenem Tau.

Welche Grösse für meinen Hund?
Der Kong darf nur so gross sein, dass der Hund mit der Zunge bis auf den Boden kommt, aber auf keinen Fall so klein, dass er dem Hund gefährlich werden kann.

- Small Kong - Chihuahua, Pomeranian, Pekinese, Yorkshire Terrier, Shih Tzu, etc.
(Achtung: Small nur zum Spielen, zum Füllen auf jeden Fall auch bei diesen Rassen Medium verwenden.)
- Medium Kong -
Kleinpudel, Whippet, Jack Russel, Westi (wenn zierlich), kleine Spaniel, Sheltie, Dackel, etc.
- Large Kong -
Beagle, mittlere Spaniel, Collie, Großpudel, Mittelschnauzer, etc.
- XL Kong -
Dalmatiner, Boxer, Mali, Retriever, Großpudel, Riesenschnauzer, Husky
- XXL Kong -
Schäferhund, Berner Sennenhund, Dobermann, Rottweiler, Rhodesian Ridgeback etc.

Für grosse, extreme Kauer gibt es noch die schwarze Sonder-Ausführung des Kongs.

- Small Dental Kong
1) Kleine Hunde mit durchschnittlichem Kautvermögen
2) Mittelgrosse Hunde mit wenig Kauvermögen

- Medium Dental Kong
1) Kleine Hunde mit hyperaktivem und überdurchschnittlichem Kauvermögen
2) Mittelgrosse Hunde mit durchschnittlichem Kauvermögen
3) Grosse Hunde mit wenig Kauvermögen


Beispiel für das Füllen eines Kongs (für den Anfängerhund):

Erster Schritt: Es ist wichtig, mit ein paar Kong Spielzeugen anzufangen, die die geeignete Grösse haben für den grössten Hund, der Zugang zu ihnen haben könnte.
ACHTUNG: Kleine Rassen brauchen mittelgrosse Kongs zum Füllen.

Zweiter Schritt: Fülle ein Stück gefriergetrocknete Leber, Erdnussbutter oder Käse in das kleine Loch an der Oberseite.

Dritter Schritt: Fülle etwa zwei Drittel des Hohlraums mit Futterbrocken gemischt mit einigen der im zweiten Schritt verwendeten Leckerbissen.

Vierter Schritt: Fülle das letzte Drittel mit Dosenfutter.

Fünfter Schritt: Klemme dann ein Stück Hundekuchen in das Ende, so dass er aus der Öffnung hervorragt. Diese "leichte Beute" bietet eine sofortige Belohnung und wird Deinen Hund dazu bringen, die Aufgabe "ernst zu nehmen".

Es ist für Hunde wichtig, bei ihrer "Arbeit" erfolgreich zu sein. Gestalte es daher zunächst einfach, die Kong-Füllung herauszuholen.

denn der Hund erfahrener wird, wirst Du die Aufgabe etwas schwieriger machen wollen - so geht es:
1. Stopfe die Füllung fester.
2. Befestige Hundekuchen im Hohlraum, indem Du sie am Innenrand der Öffnung festklemmst.
3. Lass es einfrieren! Sehr beliebt (auch bei unserer Luzie)! Probiere unterschiedliche Kombinationen aus Dosenfutter, Bratensaft, Nudeln, Reis und Kartoffelbrei gemischt mit Futterbrocken und friere es ein.
- "Kongs am Stiel" sind bei vielen "heissen" Hunden beliebt!
Streiche etwas Erdnussbutter auf das kurze Ende des Kongs, um es zu verstopfen. Stelle den Kong in einen Becher auf den Kopf. Fülle ihn mit Wasser, Hühnerbrühe oder Fruchtsaft und friere es ein. Am besten im Freien verfüttern.
4. Käse drauf! Mische Käsestücke oder Streichkäse (oder Scheibletten) mit Futterbrocken und erhitze es etwa 20 - 30 Sekunden lang in der Mikrowelle, um eine Kruste zu erreichen, die alles im Inneren zusammenkleben lässt.
Auf eine sichere Temperatur abkühlen lassen!

Tipps: Stelle den Kong in einen Behälter, wenn Du ihn einfrieren oder in der Mikrowelle schmoren lässt.
Wasche den Kong sofort nach dem Ausleeren aus. Er kann auch in der Spülmaschine gespült werden.
Sei kreativ! Entwickle eine Reihe von Rezepten, aber achte beim Experimentieren auf den Magen Deines Hundes.


Einige beliebte Rezepte:
(und ich warte gespannt auf Deine Kreation, bitte verrate sie mir ...)
Die Menge reicht jeweils für einen Kong Grösse Medium.
Vorsicht bei den Microwelle-Rezepten: KURZE Zeit wählen, dabeibleiben, nachschauen.

Banana Rama: 1 frische Banane - 2 Teelöffel Weizenkeime - 1 Teelöffel einfacher Joghurt (es kann auch die Lieblingssorte Deines Hundes sein)
Banane zermatschen, Weizenkeime und Joghurt hinzufügen. Mit einem Teelöffel in den Kong einfüllen, fertig.

Cheesy Dental Kong Delight: 3 Scheiben des Lieblingskäses Deines Hundes
Ein einfacher Weg, jedes Hundespielzeug interessant zu machen. Einfach die Scheiben Käse in die Rillen des Dental Kongs legen (aufpassen, dass nichts ans Seil kommt). Dann 20 bis 30 Sekunden in der Mikrowelle schmelzen lassen. Abkühlen nicht vergessen!

Philly Steak: Steakstücke - ein wenig Schmelzkäse
Steakstücke einfüllen und mit dem Schmelzkäse die grosse Öffnung verschliessen, so dass nichts herausfallen kann.

Fruit Salad: Apfel- und Karottenscheiben - 1/4 Banane
Apfel- und Karottenstücke hinein. Banane zermatschen und damit die grosse Öffnung verschliessen.
Du kannst natürlich auch andere Früchte verwenden: Orangenscheiben - Pfirsich oder Nektarinenfleisch - Seleriestücke - Brokkoli und/oder Blumenkohl - Tomaten-Schwarze Oliven-Mixtur

Veggie Kong Omelet: 1 Ei - geraspelter Käse - ein Gemüse, das Dein Hund mag
Ei und Gemüse vermischen, dann den Käse drüberstreuen. Für etwa 20 Sekunden in die Mikrowelle. Abkühlen nicht vergessen!

Mac´n Cheese: übriggebliebene Maccaroni und Käse
Vermischen und für etwa 20 Sekunden in die Mikrowelle. Abkühlen nicht vergessen!

Simple, Tried and True: Ein wenig Erdnussbutter in den Kong schmieren. Einfacher geht es nicht.

Trixies Favorite: Pute- oder Hühnerfleisch mit eingeweichten Futterbrocken vermischen.
Einfrieren, fertig!

Aunt Jeannie´s Archeology Kong (für den fortgeschrittenen Hund) von Jean Donaldson:
Erste Schicht: geröstete, ungesalzene Erdnüsse - Rosinen - getrocknete Leberstücke
Zweite Schicht: Trockenfutter, Hundekuchen oder Leberkekse - Cheerios - zucker- und salzfreie Erdnussbutter - getrockenete Bananenchips, Äpfel und Aprikosen
Dritte Schicht: Karottenstreifen - Pute, oder übriggebliebene Ravioli oder Tortellini
Stopfe es so dicht wie möglich. Das letzte Stück, das eingefüllt wird, sollte ein Stück Aprikose oder eine Ravioli sein, als weicher Abschluss in der grossen Öffnung.
Light-Version: Ersetze die Erdnüsse durch zerbröselte Reiscräcker, die getrocknete Leber durch Cäsar Croutons und die Erdnussbutter durch fettfreien Streichkäse.

Kong on a Rope von Ian Dunbar: Ein Seil durch den Kong ziehen und diesen an einen Baum oder ähnliches hängen. Die schmale Seite sollte nach unten zeigen. Fülle nun den Kong mit Trockenfutter. Hänge ihn so hoch, dass er gerade ausser Reichweite des Hundes ist. Der Hund wird Stunden damit verbringen, das Trockenfutter aus dem Kong zu bekommen. Am Ende des Tages kannst Du ihm das restliche Trockenfutter geben. Das ist fortgeschrittene Arbeit für Deinen Hund!

Frozen Jerky Pops von Terry Ryan: Erdnussbutter - Bouillon - Schmackos - Wasser
Ein Stückchen Erdnussbutter in die kleine Öffnung schmieren. Wasser einfüllen und ein wenig Bouillon dazu geben. Einen Schmacko hineingeben und einfrieren.
Das Ganze kann in gefrorenem Zustand in einen Kinderswimmingpool gegeben werden und und Dein Hund verbringt einen lustigen Tag mit Fischen.


Erprobt und hier aufgenommen:

Janas Fresssäckchen: Dosenfutter und ein langes, spitzes Stück Trockenpansen
Dosenfutter einfüllen und den Trockenpansen einmal auf ganzer Länge durchschieben. Einfrieren lassen.

Luzies Zwischenschmaus: übriggebliebene Kartoffel, eingeweichte Futterbrocken, 1/2 Kaustange, etwas Scheiblettenkäse
Die kleine Öffnung mit einem kleinen Stopfen Käse füllen. Kartoffel zerstampfen, mit dem Trockenfutter mischen und auch einfüllen. Ein kleines Stückchen Käse obendrauf und die Kaustange einstecken (so dass sie noch übersteht). Einfrieren lassen.

Svenjas Geheimnis: Kirschjoghurt (oder anderer), 2 - 3 Teelöffel Haferflocken, 2 Schmackos, Leberwurst, kleine Hundekekse, grosser Hundekeks
Die kleine Öffnung mit einem kleinen Stopfen Leberwurst füllen. Kleine Hundekekse einfüllen. Schmackos zerbröseln und mit dem Joghurt und den Haferflocken vermische, dieses einfüllen. Dann den grossen Keks einstecken (so dass er noch übersteht). So geben oder einfrieren lassen.

Katharinas Leberwursteis: Leberwurst in den Kong schmieren und einfrieren lassen.

Silkes Markknochen: Aus Markknochen das Mark herauslösen und in einem Topf erwährmen bis es schmilzt.
Leckerlie, Trockenfleisch, Temüse oder Käse in das noch flüssige Mark geben. In den Kong füllen und fest werden lassen.

Tariks Apfelschnee: Man nehme Apfel und weissen Joghurt
- Äpfel in Stückchen schneiden und 3-4 Minuten in der Mikrowelle erhitzen
- die Äpfel mit dem Joghurt vermischen, in den Kong füllen und handwarm verfüttern
Variationen:
- mit Haferflocken mischen
- mit geringen Mengen aufgekochten (!) Leinsamens vermischen
- mit Hundetrofu, -keksen oder Frolicstückchen mischen

( mit freundlicher Genehmigung von www.cairn-energie.de )

 

 

Nach getaner Arbeit :-)

 


 

 

 

 Leckerchen- Rezepte





Rinderleber- Leckerchen:

1kg Rinderleber (zerkleinern)
2 Eier mit Schale
Kräuter: Sauerampfer, Ingwer, Basilikum, Oregano,.....
500g Haferflocken
auf das Backblech streichen
15-20min bei 200Grad
anschließend in kleine Quadrate schneiden


Thunfisch- Leckerchen:

2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft
300g Mehl
3 Eier
auf das Backblech streichen
50min bei 170Grad
anschließend in kleine Quadrate schneiden





Kann ein Analphabet das Lesen von einem Analphabeten lernen?

 

Kann ein Welpe den „ höflichen“ Umgang von einem anderen Welpen lernen?

 
 

Die Idee einer Welpengruppe ist, das Welpen gutes Sozialverhalten mit anderen Hunden erlernen sollen. Aber die Welpen können keine guten Umgangsformen von unerfahrenen Gleichaltrigen lernen, sie können es nur von erwachsenen und sehr kompetenten Hunden.

Es ist wichtig, das der Welpe während seiner Prägungsphase keine schlechten Erfahrungen macht, insbesondere mit Artgenossen. Die Welpenbesitzer stehen meist tatenlos daneben, und freuen sich über das „ tolle“ Spiel der Welpen, was ein Austesten, provozieren und mobben ist.

Was sollte ein Welpe sonst von einem Welpen lernen?

Was lernt ein Welpe aus dieser Situation? Er muss selber für seine Sicherheit sorgen, weil auf den Hundbesitzer kein Verlass ist.

Später als erwachsener Hund wird er auch Kontakt mit anderen Hunden aufnehmen, um zu „ zeigen“ was er von ihm hält. Er hat es in der Welpenstunde so gelernt, und man hat sich gefreut. Er wird als erwachsener Hund für dieses Verhalten bestraft und man spricht von Fehlverhalten.

Sozialpartner sollte für den Hund in erster Linie sein Mensch sein, und nicht fremde Hunde.

Die Welpen lernen häufig, das Gleichaltrige immer zum Spielen und toben da sind. Die menschliche Bezugsperson wird aus Sicht des Welpen immer unattraktiver. Das wilde und hemmungslose Spiel wird dann meistens vom Besitzer beendet, man wird zum Spielverderber, und man geht dann zu den langweiligen Übungen wie Sitz und Platz über.

Welpen sollten auch Konflikte nicht unter sich ausmachen. Sie lernen nur, sich mit aggressiven Signalen oder offener Aggression auseinander zu setzen. Welpen sollten lernen, Konflikte aus dem Weg zugehen oder sie mit Beschwichtigungssignalen zu entspannen.

Was lernt ein Welpe, wenn er vor den Augen seines Besitzers angegriffen und „verhauen“ wird? Meine Bezugsperson ist nicht in der Lage mich zu beschützen.

 
 Immer daran denken:

Der Hund sollte sich am Besitzer orientieren, weil er ihm vertraut und er sich geborgen fühlt.

Das erreicht man aber nicht mit Gewalt. Gewalt und Druck würde das Vertrauen eines Hundes zu seinem Menschen nachhaltig verschlechtern.

„ Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“( Isaac Asimov )

 Investiert man Zeit, Konsequenz und Liebe in den Hund, wird er es ein Leben lang danken.











 

Verhaltensänderungen erwünscht –

Mein Hund soll umlernen

(aus: Calming Signals Workbook – Clarissa v. Reinhardt, Martina Scholz )


Unter einer Verhaltungsstörung versteht man gestörte Verhaltungsmuster und psychische Auffälligkeiten, die zu einer mehr oder weniger starken Beeinträchtigung im Leistungs- und/ oder Sozialbereich führen. Sie kann psychische, soziale, organische oder funktionelle Ursachen haben, relativ kurzzeitig auftreten oder chronisch sein.

Habe ich also einen Hund vor mir, der grundsächlich aggressiv auf andere Hunde reagiert, handelt es sich um eine Verhaltungsstörung. Habe ich einen Hund vor mir, der aggressiv auf Bedrohung oder Angriff reagiert, so verhält sich dieser völlig normal.

 Ein weit verbreitetes Problem ist zum Beispiel das der so genannten Leinenaggression.

 

Häufig werden die Weichen in die falsche Richtung schon früh gestellt-

Ein junger Hund wird an der Leine eine Straße entlang geführt. Plötzlich sieht er auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen anderen Hund. Natürlich möchte er sofort dort hin. Viele Hunde werden in so einer Situation an der Leine zerren und vielleicht vor Aufregung hochspringen. Sicher können sie nachvollziehen, dass sich so eine gehörige Portion Frust beim angeleinten Hund aufbaut. Hinzu kommt, dass die Einwirkung an der Leine, besonders, wenn der Hund ein Halsband und kein Geschirr trägt, unangenehm, eventuell sogar schmerzhaft ist. Beim nächsten Mal ist der Hund eventuell noch aufgeregter und zerrt noch wilder an der Leine, sodass es auch für den Hundehalter unangenehm wird. Es ist nur allzu menschlich, wenn jetzt auch beim Besitzer Frust und Ärger aufkommen, und er versucht, den Hund mit lauter Stimme zur Raison zu bringen.

Aber was lernt der Hund in dieser Situation?

Hunde lernen durch Verknüpfung, was bedeutet, sie stellen im Gehirn eine Verbindung zwischen bestimmten wahrgenommenen Reizen und den damit für sie verbundenen Folgen und Gefühlen her.

Mit dem Anblick eines anderen Hundes werden nun der angestaute Frust, die unangenehme oder schmerzhafte Einwirkung durch die Leine und der Ärger der Bezugsperson verknüpft. Der Hund lernt also, mit dem Anblick eines Artgenossen unangenehme Dinge zu verbinden, wenn er angeleint ist.

Hat der Hund erst einmal gelernt, dass mit einer Begegnung mit einem Artgenossen unangenehme Folgen verbunden sind, wird er sich entsprechend verhalten und mit jedem Mal wider und aggressiver werden. Nicht selten reagiert der Besitzer darauf mit Strafe, was die negative Assoziation des Hundes noch verstärkt, das heißt, das Verhalten wird in der Regel immer schlimmer statt besser.

   Strafe ist also nicht die Lösung!

Warum ablenken nicht wirklich funktioniert: 

Meist lässt sich der Hund noch ganz gut mit Leckerchen oder seinem Lieblingsspielzeug ablenken, solange der Artgenosse, oder was immer das unerwünschte Verhalten auslöst, noch weit entfernt ist. Kommt er näher, reagiert der eigene Vierbeiner wie bisher und lässt sich kaum mehr ablenken. Wird die Distanz unterschritten, steigt die vom Hund empfundene Bedrohung damit über ein bestimmtes Ausmaß, dann muss er das, von dem die Bedrohung ausgeht, im Auge behalten.

Deshalb ist Ablenkung nicht die Lösung für derartige Probleme.

 

Das „ Chancing the Association“- Programm als Schlüssel zum Trainingserfolg

 

Wie könnte man in dem Beispiel der Leinenaggression vorgehen?

·        Wann tritt das Verhalten auf ?

·        Wann trat das Verhalten das erste Mal auf ?

·        Ab welcher Distanz reagiert der Hund ? 

Ziel des Trainings ist es, dass der Hund eine neue positive Assoziation mit dem Anblick eines Artgenossen herstellt. Eine Möglichkeit hierfür ist, dem Hund ein wirklich attraktives Leckerchen in dem Moment anzubieten, in dem er den anderen Hund wahrnimmt. Er soll keine besondere Übung wie „ sitz „ oder „Platz „ ausführen und er muss auch keinen Blickkontakt mit ihnen aufnehmen, um das Gutti zu bekommen.

 

 Mit anderen Worten: In dem Augenblick, in dem er den anderen Hund wahrnimmt, fliegt ihm wie von selbst ein Stück Wurst in den Mund. Toll! J

Das wiederholen Sie mehrere Male. Der andere Hund verschwindet, taucht wieder auf, bleibt auf der anderen Seite der Wiese einen Moment stehen, läuft vielleicht ein wenig auf und ab, und immer, wenn Ihr Hund den anderen ansieht, und nicht ausflippt, gibt es ein Stück Wurst. Super! J

Denken Sie daran, immer nur in kleinen Zeiteinheiten zu arbeiten, sonst fährt sich der Stresslevel Ihres Hundes hoch.

Wenn Ihr Hund beim Anblick des anderes Hundes schon relativ gelassen bleibt und Sie in Erwartung seines Leckerchens anschaut, so nach dem Motto „ Hey, ich habe einen Hund gesehen, toll, wo bleibt mein Gutti ?!“, dann ist es Zeit, das Codewort einzuführen. Sie können zum Beispiel in einem ganz bestimmten Tonfall „ Fein!“ sagen. Ihre Stimme soll dabei sanft, freundlich und angenehm sein.

 

Wenn die Übung klappt, und das tut sie bei richtigem Aufbau praktisch immer, hat Ihr Hund nun den Anblick eines anderen Hundes positiv verknüpft und gelernt, dass er sich in den Situationen, die Sie mit „ Fein „ belegen, sicher fühlen kann. Sagen Sie also niemals das Codewort, wenn Ihr Hund durch einen anderen bedroht wird oder Sie sich aus anderen Gründen nicht sicher sein können, dass die Situation auch wirklich in Ordnung ist ! Käme es zu einer Auseinandersetzung, hätte Ihr Hund in etwa gelernt:“ Mein Mensch sagt, es ist in Ordnung, aber das ist es nicht. Ich kann mich also nicht auf das verlassen, was mein Mensch mir sagt.

Das Aufbauen einer neuen positiven Verknüpfung ist aber nur möglich, wenn die Distanz zu dem Artgenossen so groß ist, dass der Hund noch nicht aggressiv reagiert, sonst würde die negative Verknüpfung bestehen bleiben und sogar belohnt werden.

Man muss sozusagen im grünen Bereich trainieren. Der Hund soll den Artgenossen wahrnehmen. Sendet  er keine oder nur ganz leichte Beschwichtigungssignale, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Distanz richtig ist, und der Hund sollte für diese Art der Kommunikation belohnt werden. Für jeden Blickkontakt mit dem anderen Hund gibt es ein Leckerchen, sofern der Hund dabei ruhig bleibt.

Bei diesen Übungen sollten Sie nicht lange an einer Stelle stehen bleiben, denn das kann zu viel Spannung zwischen den Hunden aufbauen. Bewegung baut Spannung ab.

Ist eine Annäherung noch nicht möglich, kann man parallel zueinender oder im Kreis aneinander vorbeibewegen. Je nach Lernerfolg kann dann Schritt für Schritt die Distanz verringert werden, indem man sich dem anderen Hund in einem Bogen oder in Schlangenlinien nähert.

 

Während des gesamten Trainingsprogramms sollten Rückfälle in das alte Verhalten unbedingt vermieden werden, denn das würde jedes Mal einen Rückschritt bedeuten.

 

Wichtig!!!!

Unter dem Eindruck starker Emotionen oder bei hohem Stresslevel kann man also buchstäblich keinen klaren Gedanken mehr fassen und auch nicht rational lernen!

Bedeutung für die Praxis:

Demnach hemmen starke Emotionen und Stress das Lernvermögen.

Das Vermeiden von starken negativen Emotionen während eines Trainingsprogramms ist auch noch aus einem anderen Grund von großer Bedeutung.

In der Humanpsychologie hat man festgestellt, dass sich negative emotionale Erlebnisse sozusagen aufaddieren. Es scheint also eine Art Speicher für negative Emotionen zu geben. Kommen zu viele solcher Ereignisse zusammen, läuft der Speicher über und es kommt beim Menschen zu psychischen Erkrankungen wie Neurosen oder Psychosen. Gleichzeitig ist bekannt, dass man belastende Erlebnisse viel besser verarbeiten kann, wenn man in einer insgesamt positiven Grundstimmung ist, also zuvor angenehme Emotionen speichern konnte.

Die Erfahrungen im Trainingsalltag legen nahe, dass Ähnliches auch für Hunde gilt. Auch Hunde kommen mit schwierigen Situationen besser zurecht, wenn sie vorher viele angenehme Erlebnisse hatten und alles in allem zufrieden sind.

 

 Die Übungen:

 

Training zur Veränderung der Assoziation

 

Die folgende Übung kann man einsetzen, wenn der Hund Probleme bei der Begegnung mit einem anderen Hund hat.

 

Bitten Sie einen kompetenten Trainingspartner, auf einer Wiese oder leeren Parkplatz, in ausreichender Entfernung, mit seinem Hund aufzutauchen. Was eine ausreichend große Entfernung ist, entscheidet Ihr Hund! Sie erkennen es daran, dass er auf den Auslösereiz ( also zum Beispiel den anderen Hund ) nicht negativ reagiert, wenn er diesen wahrnimmt. In dem Augenblick, in dem Ihr Hund den anderen sieht, geben Sie ihm ein Leckerchen. Diese Übung wiederholen Sie mehrere Male. Ziel der Übung ist es, die negative gedankliche Verknüpfung, die Ihr Hund beim Anblick eines anderen Hund empfindet, in eine positive umzuformen. Ihr Hund soll in etwa denken:“ Wenn ich einen anderen Hund sehe, kriege ich etwas Leckeres. Toll!!“ J

Im weiteren Verlauf verzögern Sie die Gabe des Leckerchens um ein bis zwei Sekunden, sodass Ihr Hund Sie auffordernd ansieht, so nach dem Motto:“ Hallo, ich habe einen Hund gesehen, wo bleibt denn das Leckerchen?!“ Geben Sie es ihm, sobald er Sie danach „fragt“. Loben Sie mit ruhiger, sanfter Stimme.

 

In der Wiederholung dieser Übung fügen sie das Codewort „fein!“ ein, sobald Ihr Hund Sie auffordernd ansieht, weil er nach Sichtung des Artgenossen ein Gutti möchte. Dieses Codewort signalisiert Ihrem Hund später, dass es sich auch diesmal wieder um eine dieser tollen Begegnung handelt, wenn Sie unerwartet auf einen anderen Hund treffen und nicht gleich das Leckerchen parat haben. Bereits dadurch, dass Sie „fein“! sagen, stimmen Sie den Hund in der Begegnung mit dem anderen positiv, wenn er dies von früheren angenehmen Erlebnissen so kennt.

 

Fehlerquellen:

·        Bauen Sie bitte keine unnötige Spannung auf, indem Sie zu Ihrem Hund so etwas sagen wie : „ Schau mal da drüben, ja da ist ein Hund.“ Usw.usw. Lassen Sie ihren Hund in aller Ruhe von selbst hinsehen.

·        Loben Sie nicht zu überschwänglich, sonst bauen Sie zu viel Spannung auf.

·        Geben Sie während dieser Übung keine Kommandos wie „sitz“, „platz“....Bleiben Sie auch nicht statisch an einer Stelle stehen.

·        Wenn Ihr Hund doch aufbrausend reagiert, Haben Sie die Distanz nicht ausreichend groß gewählt. Schimpfen Sie ihn dafür nicht.

·        Fordern Sie Ihren Hund auf keinen Fall auf, den anderen Hund nicht anzusehen! Mit diesem Training soll ja genau das Gegenteil erreicht werden. Das Ziel der Übung ist, dass er hinsieht und ruhig bleibt.

·        Benutzen Sie das Codewort nicht in Situationen, in denen Ihr Hund überfordert ist, zum Beispiel wenn Ihnen ein anderer Hund begegnet, der plötzlich direkt vor Ihnen steht und Ihr Hund bereits in aggressives Verhalten gekippt ist.

Trainieren Sie niemals an mehreren Problemen gleichzeitig.

Bogen laufen

Fangen Sie an, in einem großen Bogen auf den Standort des anderen Hundes zuzugehen, während Ihr Trainingspartner mit seinem Hund das Gleiche tut. Lassen Sie Ihrem Hund Zeit, alles zu erkunden, eventuell zu urinieren oder zu koten. Wenn Sie schließlich dort angekommen sind, wo vorher der andere Hund stand, lassen Sie Ihren Hund ausgiebig zu  schnüffeln, wenn er das möchte. Dann wechseln Sie wieder in aller Ruhe die Seiten. Wiederholen Sie diese Übung mehrere Male und loben Sie Ihren Hund immer mit sanfter Stimme, wenn er Blickkontakt mit dem anderen Hund aufnimmt.

Im nächsten Schritt können Sie die Distanz zwischen den Bögen verringern, bis Sie schließlich auch mit geringem Abstand aneinander vorbeigehen können.

Parallel Laufen

Eine Variante des Bogenlaufens ist das Laufen in parallelen Bahnen. Auch hier geht es darum, ausreichend viel Distanz zwischen Ihren Hunden und den auslösenden Reiz zu bringen.

 

Annäherung in Schlangenlinien

 

Eine andere Übung besteht darin, sich in Schlangenlinien anzunähern. Hunde können es leicht als Provokation empfinden, wenn sich ein Gegenüber zu schnell und zu frontal annähert. Deshalb bietet sich diese Übung besonders bei Hunden an, die dazu neigen, zu schnell auf andere zuzustürzen, oder auch für solche, die Angst bekommen, wenn ein anderer auf sie zustürzt.

 

Dann laufen Sie in langsamen, ruhigen Schlangenlinien auf den anderen Hund zu und gehen in einem kleinen Bogen zurück, sobald einer der Hunde beginnt, sich unwohl zu fühlen.

Wenn einer der Hunde aber den Kopf oder sogar die ganze Körperseite abdreht, sollten Sie die Distanz nicht noch verringern. Gehen Sie im Bogen zurück.

 

Beachten Sie:

·        Beschwichtigt einer der Hunde stark oder droht er sogar, sind sie zu schnell vorgegangen. Der Hund ist noch nicht so weit.

·        Diese Übung ist sehr gut geeignet, das Tempo aus Begegnungen herauszunehmen.

      

Das Splitten

Erscheint einem Hund eine Situation zwischen zwei Individuen zu eng oder zu konfliktgeladen, so wird er versuchen zu splitten. Dabei bringt er sich zwischen die beiden anderen- das können Menschen, Hunde oder auch andere Tiere sein.

Bringen Sie zunächst mehrere Personen zwischen Ihren Hund und den anderen und laufen Sie so ein Stück. Sobald sich Ihr Hund an die Anwesenheit des anderen gewöhnt hat, können Sie nach und nach eine Person entfernen, bis die Hunde schließlich nebeneinander laufen. So können Sie dem ängstlichen Hund Zeit geben, sich an die Anwesendheit des anderen zu gewöhnen. Diese Übung ist ebenfalls dazu geeignet, das Tempo aus einer Begegnung zu nehmen.

Nähert sich Ihnen ein fremder Hund oder Mensch, auf den Ihr Hund ängstlich und/oder abwehrend reagiert, so können Sie sich zwischen die beiden bringen und mit einer entsprechenden Handbewegung splitten. Dadurch vermitteln Sie Ihrem Hund Sicherheit.

 

Sie zeigen ihm sozusagen, dass er sich nicht ängstigen oder aufregen muss, da Sie die Verantwortung für die Situation übernehmen und sich schützend vor ihn stellen.

 

Das Arbeiten am Zaun

Wenn Sie über das „ Changing the Association „- Programm und die anderen Übungen so weit angekommen sind, dass Sie sich mit ihm einem anderen Hund bis auf drei oder vier Meter nähern können, ohne dass es zu überschießenden Reaktionen kommt, können Sie versuchen, die beiden noch näher zusammenzubringen.

Jeder Hund befindet sich auf einer Seite des Zaunes. Der Zaun gibt in mehrfacher hinsicht Sicherheit. Ihr Hund und auch der andere weiß genau, dass er durch den Zaun geschützt ist.

Versuchen Sie nun eine stückweise Annäherung, indem Sie zum Beispiel jedem der Hunde immer abwechselnd ein Leckerchen zu geben. Fordern Sie Ihren Hund aber nicht auf, dicht an den Zaun zu gehen, sondern lassen Sie ihn selbst entscheiden, wie nahe er dem anderen kommen möchte. Nach mehreren entspannten Durchgängen ist es dann oft möglich, dass die Hunde direkt zusammenkommen.

Das heißt aber nicht, dass es sinnvoll wäre, sie gleich miteinander spielen zu lassen, denn zu viel Tempo kann die Situation aufheizen und gleich wieder zum Kippen bringen.

 

Bauen Sie ein Signal zur Freifolge auf


Ein weiteres sehr nützliches Arbeitsmittel ist der Aufbau eines Signals, das Ihren Hund veranlasst, mit Ihnen in die eingeschlagene Richtung zu gehen.

Sie bauen dieses Signal folgendermaßen auf:

Nehmen wir an, Sie haben als Signal einen leisen Pfiff gewählt. Stellen Sie sich direkt vor Ihren Hund, pfeifen Sie kurz und geben Ihrem Hund sofort ein Leckerchen, wenn er sie neugierig anschaut. Das wiederholen Sie mehrere Male.

Nachdem Sie zunächst mit nur geringer Entfernung und mit keinen oder wenigen Ablenkungsreizen gearbeitet haben, steigern Sie jetzt beides, bis Ihr Hund schließlich auch bei hoher Ablenkung und/ oder größerer Entfernung reagiert, wenn er den Pfiff hört.

Jetzt können Sie dieses Signal auch als Trainingsmittel einsetzen. Bevor es dazu kommt, dass Ihr Hund ein unerwünschtes Verhalten zeigt, geben Sie das Signal und verändern Sie die Richtung so, dass Sie zum Beispiel einen Bogen um den anderen Hund machen oder den Weg wechseln. Wichtig dabei ist, dass Ihr Hund diese Begegnung positiv  verknüpfen wird, denn in dem Augenblick, in dem er den anderen Hund beobachtet, kommt ein für ihn mit positiven Assoziationen verknüpftes Signal und ein Leckerchen, wenn er mit Ihnen mitgeht.

 

 

 

Den perfekten Hund gibt es ebenso wenig wie den perfekten Menschen

 

 

 

 

 

Anti- Jagdtraining

Grundlagen zum Training:

Die eigene Körpersprache

 

Wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind und auf Wild treffen, ist es wichtig, dass Sie ruhig bleiben und nicht über Ihre Körpersprache Spannung aufbauen.

Das Gleiche gilt, wenn Sie in ständiger Erwartung, dass Beutetiere auftauchen könnten, ständig um sich schauend herumschleichen. Aus Sicht des Hundes verhalten Sie sich so, als seien Sie auf der Suche nach Beutetieren.

 

Ein weit verbreiteter Fehler ist es auch, dem Hund hinterher zurennen, nachdem er bereits durchgestartet ist. Der Hund kann das leicht missverstehen: „ Oh, toll, mein Mensch rennt mit, wir jagen gemeinsam!“

 

Der richtige Einsatz der Stimme:

Der richtige Einsatz der Stimme ist enorm wichtig. Über Ihre Stimme können Sie die unterschiedlichsten Stimmungen vermitteln- bewusst oder unbewusst. Also gilt auch hier: Wenn Sie ein Beutetier entdecken, rufen Sie nicht hektisch, sondern bleiben Sie vollkommen ruhig und rufen Sie so ab, als sei gar nichts Besonderes.

Von Vorteil ist es hingegen, eine ruhige und dabei leise Stimme einzusetzen, wenn Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes auf sich ziehen wollen.

Nun kommt das leise Geräusch von Ihnen, und das bedeutet, dass sich Ihr Hund konzentriert in Ihre Richtung orientieren wird. Probieren Sie es aus, Sie werden überrascht sei, wie gut es funktioniert. Wenn Ihr Hund ein Stück vor Ihnen läuft, erzeugen Sie mit Ihrer Stimme ein leises Geräusch, wie z. B. ein Zischlaut. Wenn Ihr Hund sich erstaunt umdreht, um herauszufinden, woher das Geräusch kommt, loben Sie ihn und halten Sie ihm ein Leckerchen hin. Dann treten Sie auf einen kleinen Ast, sodass dieser knackt. Sobald Ihr Hund sich fragend umschaut, beziehen Sie ihn wieder durch das verbale Lob und anschließende Leckerchen aud sich. Dann rascheln Sie im Laub, machen wieder ein Geräusch- Zischlaut-. Wann immer Ihr Hund sich fragend umschaut, woher dieser Ton nun wieder kam, beziehen Sie ihn durch verbales Lob und das Leckerchen wieder auf sich.

 

Futterbelohnung:

Der richtige Einsatz der Futterbelohnung ist von entscheidender Bedeutung für den Trainingserfolg:

-         Die Futterbelohnung gibt es wirklich nur für richtig ausgeführte Handlungen.

-         Wenn Sie eine Übung neu aufbauen, belohnen Sie jeden einzelnen Arbeitsschritt, bis der Hund den gesamten Ablauf verstanden hat, dann wird nur noch variabel belohnt und erst zum Schluss der Übung.

 

WICHTIG:

-         Wenn Sie sich im variablen Belohnungsschema befinden, sollten Sie bei den Gelegenheiten, bei denen es kein Leckerchen gibt, unbedingt loben.

-         Suchen Sie Leckerchen aus, die Ihr Hund wirklich gerne mag.

Wenn Ihr Hund eine Übung besonders gut gemacht hat, geben Sie den Jackpot.


 

Kommunikatives Spazierengehen als Schlüssel zum Training

Wenn wir mit unserem Hund spazieren gehen, sollen wir darauf achten, dass wir auch wirklich gemeinsam unterwegs sind.

Auch vom Hund gesuchte Blickkontakte oder Berührungen werden von uns oft nicht beantwortet, meist nicht einmal bemerkt. Stellt der Hund diese dann schließlich ein, heißt s, er habe keine gute Bindung zu seinem Menschen.

 

Wie können wir das ändern?

Und warum ist das wichtig?

Wir können einem Hund also nicht wirklich unsere Sprache beibringen, aber wir können mit etwas Aufmerksamkeit Teile der ihren lernen. Und wir können lernen, über gemeinsame Aktionen in Kommunikation mit ihnen zu sein. Das macht nicht nur Spaß, sondern schafft eine außerordentlich starke Bindung.

Blickkontakte

Trainieren Sie sich selber darauf zu achten, wie häufig Ihr Hund Blickkontakt mit Ihnen aufnimmt. Sie werden bemerken, dass es dies viel häufiger tut, als Ihnen bisher bewusst war. Erwidern Sie dann seinen Blick. Es reicht völlig aus, wenn er bemerkt, dass Sie ebenso auf ihn achten wie er auf Sie.

 

Berührungen

Wie schon erwähnt, machen Berührungen einen wesentlichen Teil der hundlichen Kommunikation aus. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Ihr Hund während eines ruhigen Spaziergangs auf einem relativ breiten Weg so dicht an Ihnen vorbei läuft, dass er sie streift, wenn er auf Ihrer Höhe ist? Das passiert keinesfalls zufällig. Der Hund weiß ganz genau, wie breit der Weg ist und wo sie Stehen. Es ist eine Art, Ihnen mitzuteilen: „ Hallo, schön, dass Du da bist, ich gehe mal eben ein Stück vorraus..“ Auch Sie können taktile Kommunikation einsetzen, wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind. Steht er z.B. schnüffelnd am Wegesrand und Sie überholen ihn, streifen Sie ihn im Vorbeigehen sachte mit Ihrem Handrücken. Sagen Sie nicht dazu, sondern gehen Sie dabei einfach weiter. Wenn er zu Ihnen aufschaut, erwidern Sie einfach nur den Blickkontakt und genießen Sie diesen kurzen Augenblick der Gemeinsamkeit.

 

Gemeinsame Aktionen und Spielaufforderungen

Fordern Sie Ihren Hund gelegentlich zum Spielen auf. Laufen Sie mit ihm um die Wette, leiten Sie ein Rennspiel mit wechselnden Rollen ein, bei dem Sie sich ein Stück „jagen“ lassen, sich dann plötzlich umdrehen und anfangen ihn zu jagen.

Dringend abraten möchte ich Ihnen allerdings vom dem häufigen Werfen von Bällen, Stöckchen..... Diese Beutespiele implizieren die Sequenz aus der Handlungskette des Jagdverhaltens, bei der es darum geht, die Beute zu hetzen, anzugreifen und zu packen. Häufig sehen Sie deshalb auch das anschließende „Totschütteln“ der Beute, wenn Ihr Hund den Ball oder Ähnliches erreicht hat. Wahrscheinlich ist es gerade die Adrenalinausschüttung, die das Beutespiel für den Hund so attraktiv macht. Leider hat die Freisetzung von Adrenalin nicht nur positive Auswirkungen auf den Organismus. Nicht umsonst wird es auch als Stresshormon bezeichnet. Je häufiger es zur Adrenalinausschüttung kommt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass negative Folgen wie Nervosität, Unruhe, Hyperaktivität oder andere Krankheiten, die mit Stress in Zusammenhang stehen, auftreten.

 

Übringens:

Auch von dem häufig empfohlenen Tipp, Leckerchen über den Weg zu rollen, die der Hund dann jagen soll, möchte ich Ihnen abraten. Denken Sie immer daran: Damit üben sie reflexartig schnelle Reaktionen auf kleine, sich fortbewegende Beute.

Viel besser ist es, den Hund Arbeitsaufgaben und Aktivitäten anzubieten, die ihn nicht nur körperlich auslasten, sondern auch geistig fordern.

 

Einen Würstchenbaum finden

Diese Übung ist mit Sicherheit die, die Ihrem Hund den meisten Spaß bringen wird.

 

So wird es gemacht:

Sie gehen den Weg, den Sie gleich nehmen werden ohne en Hund und deponieren an einem Busch, in der Rinde eines Baumes oder an einem Felsvorsprung mehrere Würstchenstücke. Jetzt holen Sie den Hund und gehen den Spaziergang wie immer.

Wenn Sie in die Nähe des Würstchenbaumes kommen, rufen Sie möglichst aufgeregt:“ Ja, schau mal, was ich gefunden habe“, und zeigen Ihrem Hund Ihren sensationellen Fund. In der Regel sind Hunde, die einen solchen Würstchenbaum zum 1.mal finden, sehr erstaunt. Sie riechen vorsichtig, gucken Ihren Menschen fragend an und versuchen dann vorsichtig, die Würstchen abzupflücken. Loben Sie Ihren Hund, während er das tut. Präparieren Sie den Baum so, dass Ihr Hund nicht ohne Ihre Hilfe dran kommt. Wenn er nun erfolgslos versucht, auch diese Stückchen zu bekommen, helfen Sie ihm.

Abgesehen von einem wirklich großen Spaß den Sie beide dabei haben, lernt Ihr Hund folgendes:

 

-         Wenn mein Mensch ganz aufgeregt ruft, hat er bestimmt einen Würstchenbaum gefunden. Nichts wie hin!

-         Würstchenbäume findet man nur mit seinem Menschen gemeinsam. Es lohnt sich also für ihn, in der Nähe seines Menschen zu bleiben und auf sein Rufen zu achten.

 

Einige Wurststücke hängen immer so, dass ich meinen Menschen brauche, um an die Würstchen heranzukommen. Das stärkt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

 

Konzentrationsübungen für den Hundeführer

Eines ist klar: Nicht nur der Hund muss lernen, sondern auch der Mensch.

 

Probieren Sie folgendes aus:

Gehen Sie mit einem Freund spazieren, der die Anweisung hat, irgendwann -ohne vorherige Ankündigung- „Stopp“ zu sagen. Sobald Sie dieses Wort hören, bleiben Sie stehen, schließen die Augen und zeigen mit der Hand in die Richtung, in der Ihr Hund Ihrer Meinung nach sich befindet. Sagen sie, was er dort wohl macht.

Auch wenn Sie sich unterhalten oder einfach nur Ihren Gedanken nachhängen, sollte ein Teil der Aufmerksamkeit immer beim Hund sein.

 

Kommandos

Es wäre gut, verschiedene Abrufkommandos zu haben, und ein Signal, das den Hund wieder mehr in Ihren Einwirkungsbereich zu bringen.

Denken Sie daran, dass Sie nur Kommandos geben, die in der gegebenen Situation auch wirklich durchsetzbar und sinnvoll sind.

 

Kommandos sind immer positiv! Rufen Sie Ihren Hund niemals mit seinen Kommandowörter, wenn Sie wütend sind. Benutzen Sie Kommandos niemals als Strafe! Sonst würden Sie Ihrem Hund vermitteln, dass Kommandos nur manchmal gut sind, manchmal aber auch Ärger mit Ihnen einleiten, und diese gedankliche Verknüpfung können Sie keinesfalls gebrauchen, wenn Sie einen wirklich zuverlässigen und dabei noch freudig ausgeführten Gehorsam anstreben.

Abrufübungen:

Fehler:

·          Immer nur dann abrufen, wenn der Hund anschließend an die Leine kommt und nicht mehr frei laufen darf.

·          Immer dann abrufen, wenn Wild in der Nähe ist. Ist die Simme dabei auch noch hektisch und nervös, lernt der Hund schnell, nach Jagdbaren Ausschau zu halten.

·          Den Hund ständig abzurufen.

·          Den Hund ständig in das Herankommen mit Vorsitzen abrufen.

 

 

 

„Zu Mir“

Der Hund soll auf das entsprechende Hör- und Sichtzeichen zum Hundeführer gelaufen kommen und sich in seiner Nähe absetzen. Ob er gerade oder schräg sitzt, ist vollkommen egal. Wichtig ist die Zuverlässigkeit der Ausführung.

 

„Schau mal her“

Der Hund soll auf das entsprechende Hör- und Sichtzeichen zum Hundeführer laufen und einmal kurz Kontakt mit ihm aufnehmen. Ein Absitzen wird nicht verlangt.


„PSSSSSS- Das kleine Geräusch“

Der Hund lernt beim Hören eines bestimmten leise gegebenen Geräusch, wie z.B. einen Zischlaut, zu seinem Menschen zu laufen. Das „kleine Geräusch“ aufzubauen ist ganz einfach. Nehmen sie sich wirklich gute Leckerchen und geben Sie dem Hund ein paar davon, während Sie das Geräusch machen.


 

„Das Ausrichten“

Ziel dieser Übung ist, dass der Hund sich in die Richtung seines Menschen orientiert, wenn dieser stehen bleibt.

Auch diese Übung ist sehr einfach aufzubauen. Gehen Sie mit Ihrem hund spazieren und bleiben Sie, wenn er einige Meter vor Ihnen läuft, einfach stehen. Warten Sie vollkommen ruhig, rufen Sie ihn nicht. Schließlich wird der Hund bemerken, dass Sie nicht mehr hinte ihm laufen, wird sich umdrehen und nach Ihnen schauen. In diesem Moment halten Sie wortlos ein Leckerchen deutlich sichtbar seitlich vom Körper raus. Sobald er angelaufen kommt, bekommt er kommentarlos, aber mit freundlichem Gesichtsausdruck das Leckerchen. Bleiben sie dann noch einen Moment stehen und geben sie ihm gelegentlich ein Leckerchen, indem Sie z.B. kaum sichtbar die Hand ausstrecken. Wozu? Nun, der Hund lernt gerade folgendes: Wenn er die Schritte seines Menschen nicht mehr hinter sich hört, lohnt es sich, nach diesem zu schauen, denn für diese Kontaktaufnahme gibt`s ein Leckerchen. Wenn sein Mensch irgendwo für einen Moment stehen bleibt lohnt es sich in der Nähe zu bleiben- denn gelegentlich gibt`s auch hierfür was.

 

„Kehr um“

Gehen Sie spazieren und warten sie, bis Ihr Hund mindestens 30 Meter vor Ihnen läuft. Rufen Sie nun mit freundlich aufmunternder Stimme „ Kehr um „ und drehen sich selbst um und laufen in die entgegengesetzte Richtung. Sobald der Hund Ihnen folgt, loben sie ihn laut und überschwänglich, bis er Sie erreicht hat. Diese Übung wiederholen Sie etwa 5-7 Tage lang unter geringer Ablenkung mehrmals täglich.

Dann probieren Sie das Kommando aus, ohne sich noch selbst umzudrehen und wegzulaufen. Jetzt brauchen Sie selbst nicht mehr umdrehen, wenn Sie ihm das Kommando „Kehr um „ geben, da er die gewünschte Handlung mit dem Signalwort verknüpft hat.

 

 

Fehlerquellen im Training

......gilt es zu vermeiden. Die häufigsten sind:

·          Der Hund wird dauernd gerufen, kann sich kaum noch ein paar Schritte vorwärts bewegen.

·          Es wird immer das gleiche Kommando benutzt.

·          Eine Kontaktaufnahme des Hundes wird vom Hundeführer immer mit einem Kommando beantwortet.

·          Die Anforderungen werden zu schnell zu schwierig gestaltet, der Hund scheitert deshalb an seinen Aufgaben.

·          Der Hund wird so stark auf ein Spielzeug fixiert, dass er zum „Spieljunkie“ wird.

·          Die Motivation für die Übung ist nicht hoch genug. Dies kann am uninteressanten Leckerchen, einer monotonen Stimme oder einer nicht ausreichend einladenden Körperhaltung liegen.

 

                                                         Viel Erfolg

( aus: Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes, von Clarissa v. Reinhardt )

 










Hundetreff-Pfotenglück
Aktuelles
Über uns
unsere Ausbildung
Spaziergänge
Training
Bildergeschichten
Hundebilder
Wissenswertes, Rezepte...
Gästebuch
Impressum